 MZ-Foto : Jens Schlüter |
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Aufsteiger des Jahres bot starkes Konzert im Objekt 5 bei Comeback-Tour ...
Sein Bühnenoufit ist das gleiche wie vor Jahren. Nur sind Jeans und das ärmellose Hemd nicht mehr voller Löcher. Die dünne Bekleidung verrät aber immer noch den sehnigen Körperbau. Durch die hervortretenden Adern von Chris Whitley fließt Cherokee-Blut. Vielleicht ist dies ein Grund für die spirituellen Momente seiner Musik. Der etwas mystisch angehauchte amerikanische Sänger und Gitarrist ist seit langem wieder auf Tournee. Sein Gastspiel im Objekt 5 bot für hallesche Verhältnisse fast Beispielloses.
Vor zehn Jahren sollte Whitley ganz groß herauskommen. U2-Produzent Daniel Lanouis hörte den Straßenmusiker auf einer Party und entschloss sich sofort zur Zusammenarbeit. Das entstandene Album wurde von den Kritikern hoch gelobt, doch die Verkaufszahlen waren nicht überwältigend. Der Ausnahmemusiker geriet in Vergessenheit. Nun ist er wieder da und gilt in seinem Genre als Aufsteiger des Jahres. Beim Bühnenauftritt schwebt sein Adlerblick über die Zuschauer hinweg. Der kräftige Unterarm greift zum Gitarrenhals. Wegen der enormen Muskelspannung hofft man, dass das Instrument nicht zerbricht. Doch die Blechgitarre wehrt sich tapfer, und es beginnt etwas, das aussieht wie ein Kampf. Der Künstler macht das Publikum zum Zeugen seiner faszinierenden Suche nach den richtigen Tönen und Klangfarben. Mit Falsettstimme sing er seine Texte über Leute am Rande der Gesellschaft - einer Gesellschaft, der sich der introvertierte Whitley zum Glück nun wieder öfters präsentiert. |
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Kulturverein Objekt 5
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| Stand 08.09.2010 07:41 Uhr |

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